Am Donnerstag, 02.07.2026, konnten wir in Königsbrunn drei Gäste aus dem Bundestag begrüßen. Wie in den vergangenen Jahren organisierte die Fachschaft Politik und Gesellschaft eine Podiumsdiskussion und konnte Frau Roth (Bündnis 90/ Grüne), Frau Vollath (Die Linke) und Herrn Durz (CSU) in der politischen Turnhalle als Teilnehmer gewinnen. In den einführenden Worten ging es darum, gegen „Schwarzfahrer“ in der Politik vorzugehen, also wurde zur politischen Mitarbeit aufgerufen.
Deswegen wurden im Politik- und Gesellschaftsunterricht in den vergangenen Wochen Fragen gesammelt, um mit den Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und damit unterschiedliche Meinungen live erleben zu können.
Zu Beginn wurden die einzelnen Bundestagsabgeordneten von Lehrkräften der Fachschaft PuG steckbriefartig vorgestellt und zum Abschluss wurden Auswahlfragen wie „Bundestag oder Wahlkreisarbeit“ oder „Aufzug oder Treppe“ gestellt, um es etwas aufzulockern und es vor allem für die Schülerinnen und Schüler spannender zu gestalten.
Erstaunlich war, dass die Politikerinnen und Politiker Schwierigkeiten hatten, spontan ein lustiges Erlebnis der letzten Woche zu erzählen. Erst nach teils längerer Überlegungszeit konnten doch noch interessante Anekdoten geteilt werden.
Um die Antworten kurz und damit für die Zuhörer passend zu gestalten, wurde die jeweilige Antwortzeit auf zwei Minuten beschränkt.
Von populistischen Fragen, warum Politiker immer gern „um den heißen Brei herumreden würden“, der notwendigen Rentenreform bis hin zum Umgang mit Donald Trump oder das für die Schülerinnen und Schüler interessante Thema Minijobs waren die Fragen, die im Unterricht gesammelt werden konnten, sehr umfangreich und die Fachschaft PuG versuchte möglichst unterschiedliche Fragen zu berücksichtigen.
So waren die 90 Minuten gefühlt sehr schnell vorbei und viele Schülerinnen und Schüler waren fasziniert, wie kurzweilig politischer Austausch sein kann.
Der Pluralismus der Meinungen war klar erkennbar, da es zu den verschiedenen Fragen unterschiedliche Meinungen gab, was auch ein Ziel der Veranstaltung war. Auch der Respekt gegenüber anderen Meinungen war stets erkennbar, was generell immer der Fall in der Demokratie sein sollte, falls sich die jeweilige Meinung auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung befinden sollte.
Abschließend gab es einen Appell, die eigene Meinung zu äußern und nicht zum Schwarzfahrer der Demokratie zu werden, sondern diese aktiv mitzugestalten. Folglich war die Veranstaltung im Sinne der politischen Bildungsarbeit ein voller Gewinn und wird in ähnlicher Form auch in den kommenden Schuljahren durchgeführt werden.
(Martin Kleinert im Namen der Fachschaft Politik und Gesellschaft)

